Zukunftsaussichten
Prognose zur Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds
Die LUKB geht davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2026 und 2027 moderat wachsen dürfte. Hierbei rechnet die LUKB mit einem regional heterogeneren Wachstum.
Aktuell (12. März 2026) geht die LUKB davon aus, dass die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten zeitlich und lokal begrenzt bleiben. Für die Realwirtschaft der Schweiz, des Euroraums und der USA wären die negativen Folgen in diesem Szenario überschaubar:
- Die Schweizer Wirtschaft erholte sich in den letzten Monaten. Hierbei nahm die Binnennachfrage an Dynamik zu. Die möglichen negativen Folgen des Iran-Krieges auf die Wirtschaft lassen sich damit etwas besser abfedern, als wenn die Schweiz konjunkturell schwächer dastehen würde. Konkret geht die LUKB für die Schweiz von einem Wirtschaftswachstum von 1.2 % aus, dies bei einer Inflation von 0.6 %. Mit einer Veränderung des SNB-Leitzinses wird nicht gerechnet.
- Für Europa erwartet die LUKB ein moderates Wirtschaftswachstum von 1.5 %. Die Teuerung sollte sogar leicht auf 1.9 % zurück gehen.
- Die US-Wirtschaft ist aufgrund der gestiegenen Zölle bereits geschwächt. Ein zeitlich und lokal begrenzter Nahostkonflikt hätte weitere negative Folgen für die US-Wirtschaft, wenn auch in begrenztem Ausmass. Für 2026 wird mit einem leicht rückläufigen BIP-Wachstum von 2.0 % gerechnet. Die Inflation wird weiter steigen, voraussichtlich auf 3.2 %.
- In den Schwellenländern rechnet die LUKB durchgängig mit Rückgängen der jeweiligen BIP während bei den Teuerungsraten ein heterogenes Bild zu erwarten ist.
Finanzielle Zielsetzungen der LUKB für das Geschäftsjahr 2026
Unter der Annahme, dass der Nahostkonflikt zeitlich und lokal begrenzt bleibt, wird sich das Umfeld für die LUKB insgesamt gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 voraussichtlich nur unwesentlich verändern.
Zinsengeschäft: Wachstum kompensiert negative Effekte des Nullzinsumfelds
Das Nullzinsumfeld beschränkte bereits im zweiten Halbjahr 2025 den Handlungsspielraum der LUKB im Zinsengeschäft und drückte auf die Erträge. Es zeichnete sich jedoch im vierten Quartal 2025 ab, dass die LUKB die Ertragskraft trotz der Zinssenkungen besser halten kann als ursprünglich angenommen. Unter anderem konnten durch einen optimierten Einsatz des für Kredite zur Verfügung stehenden Kapitals die Ausleihungen rentabel über Plan gesteigert werden. Diesen Ansatz wird die LUKB auch im Jahr 2026 verfolgen und mit 3.5 % bis 5.5 % ein stärkeres Ausleihungswachstum anstreben als im Herbst 2025 kommuniziert. Die damit verbundenen Mehrerträge werden die negativen Effekte des Nullzinsumfelds kompensieren.
Anlageumfeld begünstigt Mandatsgeschäft
Die LUKB konnte im vergangenen Jahr rund 1 093 Milliarden Franken Neugeld im mandatierten Anlagegeschäft generieren. Ein bedeutender Anteil davon sind umgeschichtete Kontoeinlagen. Das Potenzial ist hier noch nicht ausgeschöpft. Mit gezielter Beratung kann vielen Kundinnen und Kunden eine passende Alternative zu unrentablen Kontoguthaben geboten werden. Unter anderem sollen so die Beratungs- und Vermögensverwaltungsmandate um weitere mindestens 1.2 Milliarden Franken ausgebaut werden.
Marktumfeld bietet Chancen für Kommissions-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäft
Die zwei prägenden Themen im Umfeld der LUKB bergen verschiedentliche Chancen, im Anlagegeschäft, in der Beratung und im Handel höhere Erträge zu generieren. Die im vorherigen Abschnitt beschriebene Umschichtung in Mandate wirkt sich positiv auf das Kommissionsgeschäft aus. Die anhaltend volatilen Märkte beleben den Handel und stärken die Nachfrage nach qualifizierter Anlageberatung. Unter diesen Umständen strebt die LUKB für das Geschäftsjahr 2026 zinsunabhängige Erträge von mindestens 240 Millionen Franken an.
Temporär leicht steigende Cost-Income-Ratio zu erwarten
In der letzten Strategieperiode hatte die LUKB rund 50 Millionen Franken in strategische Projekte investiert und plant für die neue Strategieperiode in einem ähnlichen Umfang. Dabei sind in den nächsten zwei bis drei Jahren verhältnismässig höhere Ausgaben eingeplant. Das strategische Ziel, eine Cost-Income-Ratio unter 50 % zu sichern, möchte die LUKB aber trotzdem beibehalten.
Konzerngewinn 2026 bei 295 Millionen Franken erwartet
Unter Einhaltung der langfristig gültigen Obergrenzen für die Cost-Income-Ratio von 50 % kann die LUKB für das laufende Jahr 2026 einen Konzerngewinn von mindestens 295 Millionen Franken in Aussicht stellen, was leicht über der im Herbst im Rahmen der Strategiekommunikation publizierten Zielgrösse liegt.
Übersicht der Zielgrössen 2030 und Zielsetzungen für 2026
Die LUKB hat für die Strategieperiode 2026 bis 2030 wiederum sehr ambitionierte Zielsetzungen fixiert. Dabei wurden die Zielwerte 2026 bereits im Februar 2026 leicht erhöht. Aktuell sehen die Zielwerte für die Jahre 2026 bzw. 2030 wie folgt aus:
Strategische Zielgrösse | Zielwerte 2026 | Zielwerte 2030 | ||
Nettowachstum Beratungs- und Vermögensverwaltungs-Mandate (performancebereinigt) | > 1.2 Milliarden Franken | > 1.8 Milliarden Franken | ||
Zinsunabhängige Erträge | > 240 Millionen Franken | > 310 Millionen Franken | ||
Nettowachstum Kreditgeschäft (pro Jahr) | 3.5 % bis 5.5 % | 2.5 % bis 4.0 % | ||
Cost-Income-Ratio | < 50 % | < 50 % | ||
Konzerngewinn | > 295 Millionen Franken | > 340 Millionen Franken |